Problempferde

Gestern habe ich ein neues Berittpferd bekommen.

Er ist ein dunkelbrauner 4 Jahre alter Wallach. Das er Gleichgewichtsprobleme haben müsste dachte ich mir schon, bei einer Größe von 1,78 und 4. Das war aber das kleinste Problem…

Bei dem satteln fing es bereits an. Beissen,treten das volle Pogramm.
Die Trense wollte er schon mal gar nicht! Kopf hoch und los geht’s:)

Meine Körpergröße von 1,77 hat mich in dieser misslichen Lage gerade noch einmal gerettet.
Nachgurten erklärte mir die Besitzerin bitte nur im Schritt wenn man nebenher läuft. Sonst würde er steigen:(

Ein paar Minuten später ging das Drama auf dem Reitplatz weiter. Er ließ mich einfach nicht aufsteigen. Jedes Mal wenn ich einen Fuß im Bügel hatte stieg er und drehte sich dabei. Eine wirklich gefährliche Situation.

Nach zehn Minuten und gefühlten 100 Schweißausbrüchen später saß ich drauf.
Jetzt ging er immer ein paar Schritte, hielt dann an und stieg senkrecht nach oben.
Oooooooo Gott:(

Zwischendurch fragte ich die Besitzerin die bekümmert am Zaun stand und mich beobachtete: Macht er das immer? Daraufhin sie”ja immer”. Und sagte im gleichem Atemzug das er schon mal in Beritt war. Sie musste ihn jedoch nach knapp einer Woche wieder abholen da sie nicht mit ihm klar kamen.
Nach dieser Woche machten sich diese Unarten wie das steigen bemerkbar.

Daraus schließe ich jetzt das er böse Erfahrungen in dieser Woche gemacht haben muss.
Wahrscheinlich wurde zu viel von ihm verlangt und ungeduldig gehandelt. Ich habe gestern auf dem Reitplatz probiert ihn seine Angst und Unsicherheit zu nehmen. Mit viel Stimme,klopfen kraueln und natürlich Ruhe. Die ist in so einer Situatin natürlich schwer zu bewahren. Aber man muss ruhig weiter atmen und einfach nur ans vorwärts denken.

Er hielt sich stark im Rücken fest und stoppte ständig wenn es ihm zu anstrengend wurde. Dadurch war das mit dem vorwärts nicht so einfach. Gewicht aus dem Sattel war die Lösung. Beim leichttraben so kurz wie möglich setzen und im Galopp leichter Sitz.
Jetzt lief er auch vorwärts abwärts. Das Pferd hat wirkliche Gleichgewichtsstörungen die mit dem schnellen und immer noch anhaltendem Wachstum zu tun haben.

Die Lösung denke ich ist, dass man sich jetzt erstmal nur aufs geradeaus reiten konzentriert sprich ganze Bahn.
Um ihn nicht zu überfordern und damit er wieder eine gute Arbeitseinstellung bekommt. Wenn er steigt sollte man probieren einfach abzubiegen ihn abzulenken und alles wieder durch vorwärts reiten ausgleichen. Dann wird er sich auch irgendwann wieder im Rücken lösen und vorwärts abwärts laufen.

Die weitere Entwicklung von dem Wallach werde ich euch natürlich in der nächsten Zeit schreiben.

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